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Unternehmensporträt

Von 4. März 201627. August 2022Keine Kommentare

Laut Verba spielt der Futtertrog eine zentrale Rolle bei der Einteilung der Funktionsbereiche des Schweins. Dieses Wissen hat Verba dadurch gewonnen, dass Produktion, Service und Wartung im eigenen Haus abgewickelt werden. 

Und dieses Wissen möchten sie gerne mit den Landwirten und den Forschungseinrichtungen teilen.

Bert Verbakel verbringt schon sein ganzes Leben zwischen den Futterautomatenn. Neben der Gründung eines eigenen Schweinezuchtbetriebs in Sint Oedenrode begann Bert 1971 mit der Herstellung von Futterautomatenn aus Stahl und Eternit unter dem Markennamen Verba. Mittlerweile wurde der Schweinezuchtbetrieb mit 1.500 Mastschweinen eingestellt, doch die Produkte von Verba sind weltweit zu finden. „Grundsätzlich sind wir in jedem Land aktiv, in dem es Schweine gibt.“

Von Stahl zu Kunststoff

„Aus Gründen der Nachhaltigkeit haben wir 1978 mit der Herstellung von Kunststoff-Kochkesseln begonnen. Damit waren wir die Ersten auf dem Markt. Aber der Markt war eigentlich noch nicht bereit dafür. 

„Die beliebtesten Futterautomaten bestanden damals noch aus Eternit, einem günstigeren Rohstoff“, erinnert sich Bert Verbakel. „Als Anfang der achtziger Jahre die Gülleverordnung erlassen wurde, wurden unsere Kunststoff-Futterautomaten immer beliebter. Nicht so sehr wegen des Materials, sondern wegen des geringeren Verschüttens. Mit den Brei-Futterautomatenn sank die Gülleproduktion pro Schwein von 2 m³ auf 1 m³ pro Jahr. In dieser Zeit wuchsen wir stark und konzentrierten uns auch auf den Export.“

Heutzutage hat sich in Bezug auf Futterautomaten eigentlich noch nichts geändert. „Der Verkauf von Futterautomatenn ist nach wie vor eine Frage des Preises, vor allem bei den Europäern. Zuerst wird der gesamte Stall gebaut und eingerichtet, und die Futterautomaten kommen erst ganz zum Schluss. Das wird eigentlich nicht gerecht an

„Der Nutzen der Futterautomaten“, heißt es mit Nachdruck.

Weitere Tipps

Bert ist der Ansicht, dass die Rolle des Futtertrogs unterschätzt wird. „Die Futterautomaten spielen eine zentrale Rolle bei der Einteilung der Funktionsbereiche durch die Schweine. Der Fütterungsplatz ist nämlich fest vorgegeben. An Tagen der offenen Tür sehe ich immer wieder Einteilungen, bei denen ich schon im Voraus sagen kann, dass sie kein Erfolg werden. Dabei ist beispielsweise der Futtertrog nicht auf die Stallgröße abgestimmt oder der geschlossene Boden liegt zu weit vom Futtertrog entfernt. Das hängt alles miteinander zusammen“, hat Verbakel festgestellt. 

Laut Bert sind die Stallgröße, die Bodenausführung und die Schweinerasse ausschlaggebend für die Wahl des richtigen Futtertrogs. „Aber um diesen Rat werden wir oder unsere Händler in der Regel nicht gebeten, obwohl wir über dieses Wissen verfügen. Beachten Sie: Ein Futtertrog muss deshalb nicht unbedingt teurer werden, denn wir bieten verschiedene Preisklassen für die unterschiedlichen Ausführungen an. Als Landwirt machen Sie es sich nur viel leichter, wenn Sie von vornherein den richtigen Futtertrog richtig aufstellen. Dann haben Sie einfach viel weniger Probleme mit dem Fressverhalten.“

Service aus eigener Hand

Das Wissen über die Rolle des Futtertrogs im Stall hat Verbakel in den letzten Jahren dadurch gesammelt, dass das Unternehmen den Service und die Wartung bei seinen Kunden selbst durchgeführt hat. „Wir müssen weiterhin Qualität liefern, denn ein Futtertrog muss jahrzehntelang halten. Da wir den Service und die Wartung in ganz Europa selbst durchführen, wissen wir, wie sich unsere Produkte im Stall bewähren, und haben viel über die Rolle des Futterautomat in der Stallausstattung gelernt.“

Verbakel hat den Vertrieb bewusst an Händler ausgelagert, bei denen es sich hauptsächlich um Stallausstatter handelt. „Futterautomaten finden über den Handel kaum Absatz, da sie für die Viehhalter keine oberste Priorität haben. Sie kaufen die gesamte Einrichtung am liebsten bei einem einzigen Händler, daher ist es für uns sinnvoll, die Futterautomaten über diese Kanäle zu vertreiben“, erklärt Bert.

Die Produktion nicht auslagern

Der Produktionsstandort von Verba befindet sich bereits seit 1978 am selben Ort in Sint-Oedenrode – bemerkenswert für ein Unternehmen, das in einer Branche tätig ist, in der der Wettbewerb vor allem über die Kosten geführt wird. Bert Verbakel äußert sich jedoch entschieden gegen die Auslagerung der Produktion ins Ausland. „Günstig produzieren

„Das erreicht man durch hohe Effizienz und nicht durch billigere Arbeitskräfte. Durch die Automatisierung des Produktionsprozesses kann man auch beim Stückpreis wettbewerbsfähig sein.“

Aber auch in Bezug auf den Service ist eine Produktion im Ausland laut Verbakel keine Option. „In unserer Branche ist die Produktion auf Lager keine Option, daher muss der Kunde mit Lieferzeiten rechnen. Darauf haben sie oft keine Lust. Außerdem ist der Transport nach Europa nicht gerade billig, daher entscheiden wir uns dafür, die Produktion in unserem Einzugsgebiet zu belassen.“

Nicht nur die Produktion, sondern auch die Forschung möchte Verba lieber in der Region belassen. Seit jeher pflegt das Unternehmen enge Kontakte zu VIC Sterksel. Unter anderem werden die Ferkelnester nach dem Pro-Dromi-Prinzip von Verba hergestellt. „Wir leisten gerne unseren Beitrag zu den Entwicklungen in der Schweinehaltung, und umgekehrt hilft uns VIC Sterksel dabei, unseren Bekanntheitsgrad im Ausland zu steigern“, erklärt Bert diese Wechselwirkung. „Auf den ersten Blick sind Futterautomaten nicht unbedingt ein Bestandteil, der

„Da steckt viel Innovation dahinter. Es handelt sich hauptsächlich um Hardware, bei der es in der Tat nicht mehr viel Raum für Innovationen gibt“, räumt Bert ein.

Dennoch gibt es laut dem Geschäftsführer noch viel Raum für Verbesserungen rund um den Futterplatz der Schweine. „Denken Sie dabei zum Beispiel an RFID-Techniken, bei denen man die Gruppen intakt lässt, aber dennoch individuell füttern kann“, erzählt Bert begeistert. „Die Würfe der Sauen werden immer größer, daher werden die Abteilungen für Mastschweine wieder kleiner werden. Ich bin überzeugt, dass wir wieder zu Mastschweinställen mit 12 bis 15 Schweinen zurückkehren werden, damit die Würfe zusammenbleiben können. Ein Fütterungssystem, das dann sowohl Eber/Jungschweine als auch Jungsauen aus derselben Gruppe individuell füttern kann, ist dann allerdings notwendig.“ 

Die Erfahrung hat Verbakel jedoch gelehrt, dass die Innovationen dem Markt etwa fünf Jahre voraus sind. „Das ist bei jeder Innovation immer wieder der Fall. Erst fünf Jahre nach der Einführung ist der Markt dafür bereit. Wir beschäftigen uns bereits jetzt damit.“

Ein weiterer bemerkenswerter Trend, den Verbakel beobachtet hat, ist die Rückkehr des sogenannten „Unterkriechens“. Bereits Anfang der 80er Jahre brachte Verbakel „Unterkriechen“-Systeme auf den Markt, mit denen – gegebenenfalls in Kombination mit einer Fußbodenheizung – ein Mikroklima für die Ferkel geschaffen wurde. „In den 70er- und 80er-Jahren kamen die Unterkriechplätze und Ferkelkabinen zu Zehntausenden pro Monat auf den Markt. Bis die schräge Aufstellung der Sauen populär wurde. Dazu passt weder eine Kabine noch ein Unterkriechplatz, sodass der Absatz damals zurückging. Doch mit dem derzeitigen Anstieg der Zahl der lebend geborenen Ferkel steigt das Interesse an Unterkriechmöglichkeiten wieder deutlich an. Diese Ferkel brauchen ein eigenes Klima.“

Unternehmensprofil

Verba ist der Markenname für Produkte, die von Verbakel hergestellt werden. Das Unternehmen hat seinen Sitz seit 1978 in Sint-Oedenrode (Nordbrabant). Verbakel ist ausschließlich in der Schweinehaltung tätig und vertreibt hauptsächlich Futterautomaten für die Mastschweinehaltung. Das Unternehmen wird von Bert Verbakel (68) geleitet.

Den mit Abstand größten Teil seines Umsatzes erzielt Verba mit der Entwicklung, Herstellung und Lieferung von Futterautomatenn. Mittlerweile umfasst das Sortiment von Verba mehr als 100 verschiedene Arten von Futterautomatenn. Darüber hinaus sind auch die Unterkriechvorrichtungen und die Kunststoff-Ferkelnester bekannt, die unter anderem nach dem ProDromi-Prinzip funktionieren. Die Niederlande sind ein wichtiger Absatzmarkt, doch 85 Prozent des Umsatzes werden im Ausland erzielt. Grundsätzlich ist Verba in jedem Land tätig, in dem Schweine gehalten werden, bis hin zum Fernen Osten, Ozeanien und Südafrika. Innerhalb Europas werden alle Produkte über Händler vertrieben. Außerhalb Europas unterhält Verba eigene Vertriebsniederlassungen. Das Unternehmen beschäftigt 26 festangestellte Mitarbeiter. 

Text: Rob van Ginneken